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Galerie Kontrapost

Skulpturen | Plastiken | Objekte

Ivonne Klauß
 

Ivonne Klauß      
"Team", 2010, Buche, Öl, 38 x 86 cm  

 

Ivonne Klauß      
"Keeper", 2010, Buche, Öl, 30 x 40 cm  
Ivonne Klauß  
"Butterbean", 2011, Linde, Öl, 79 x 27 x 25 cm   
Ivonne Klauß  
"K.O.", 2011, Holz, Öl, 120 x 80 cm   
Ivonne Klauß  
"Katrin" 2010, "Kurt", 2009, Linde, Öl, je 38 x 12 x 10 cm    
Ivonne Klauß  
"Paketaffe", 2011, Linde, Öl, 80 x 27 x 25 cm   

 

Vita

 

1979

geboren in Wolfen

1996-1997      

Auszubildende im Tischlerhandwerk, Bitterfeld

1997-2000  

Ausbildung zur Holzbildhauerin, Bischofsheim/Rhön

2000-2005

Studium der Bildhauerei an der Hochschule für Bildende Künste Dresden bei Prof. Monika Brandmeier

2005

Diplom

seit 2006

freischaffende Bildhauerin

 

Ausstellungen / Projekte

2002         

"Schwimmerin", Elbfest, Dresden

2005

ZMD Edition, Dresden

Diplomausstellung HfBK Dresden

2006

Chemnitzer Kunstmarkt

2007

"Full House", Galerie Busse, Leipzig

"Figuren und Reliefe", Galerie Born und Busse, Leipzig (E)

2008

"Im Leben", Skulptur und Relief, Galerie Kontrapost, Leipzig (E)

2009

"Art Figura", Schwarzenberg

Große Kunstausstellung Halle

Berliner Liste (mit Galerie Kontrapost, Leipzig)

2010

"I love Alltag", Kunsthaus Hannover

Bildhauersymposium, Rheda-Wiedenbrück

2011

"Aus der Welt", Skulptur und Relief, Galerie Kontrapost, Leipzig (E)

 

Ivonne Klauß macht Figuren und Figürchen, Köpfe und Porträts, ab und zu ein Tier und neuerdings auch Dinge des alltäglichen Lebens: Liegengebliebenes, Heruntergefallenes, Weggeworfenes – Zigarettenkippen und so …

Aber im Zentrum steht immer noch der Mensch, die menschliche Figur:
Vollplastisch gearbeitet, mit dem Stechbeitel direkt in Lindenholz gehauen oder mit dem Schnitzmesser fein herausgeschnitten. Die Oberfläche zergliedert in unzählige kleine Ebenen, die das Licht reflektieren, Schatten werfen. Farbig gefasst, zumindest partiell. Auf jeden Fall rundumansichtig, aber doch für den frontalen Blick gemacht.
Oder eingefangen in der Fläche, in geleimtem Holz als Träger – manchmal sind es auch Frühstücksbrettchen: da wird die Kunst zur Nahrung, zum täglichen Brot, zum menschlichen Grundbedürfnis. Mit dem Kerbschnitt und sicherer Hand als klare Linie in die Platte geritzt, mit Farbe versehen, aber ohne Schattierung. Fast schwebend und nur durch einen V-förmigen Graben vom Untergrund, vom Hintergrund, vom imaginären Raum, der nur selten definiert wird, getrennt. Eine ganz eigene Mischung aus Bildhauerkunst und Malerei. Das Wort „Relief“ – von „relevare“ (aufrichten) – greift hier nicht exakt. Eher die Bezeichnung Holzschnitt, aber in Form des originalen Druckstocks, ohne Auflage, ohne graphische Vervielfältigung. Und doch sind die Figuren vom Grund abgesetzt, auch wenn sie sich nicht über ihn erheben. Figur und Raum auf einer Ebene, aber scharf konturiert durch die Furche dazwischen.

„Aus der Welt“ als Titel der Ausstellung.
Ein weites Feld, der Begriff „Welt“:
Die Welt als Gesamtheit des physikalischen Universums – für die Griechen der Kosmos als ein geordnetes Ganzes.
Vor den wissenschaftlichen Erkenntnissen der Neuzeit und auch heute im engeren Sinne: der Planet Erde als unsere Welt, als in sich geschlossener Lebensbereich des Menschen. Wir schauen auf die Weltkarte, und wenigstens mit dem Finger begeben wir uns auf Weltreise.
Die Welt als Inbegriff alles Existierenden, als Gesamtheit des Erlebens und Handelns. Die Welt als Geschichte der Menschheit. Weltgeschichte.
Es gibt auch die Welt der Tiere. Und die Welt der Affen heißt Pongoland. Der Bergaffe auf einem Paket, das in die Welt hinaus geht …
Je nach philosophischer Auffassung ist die Welt ein beseeltes Wesen oder Gott oder Bild Gottes oder Schöpfung Gottes. Der Anfang der Welt ist ein Rätsel, das Ende eine Horrorvision.
Es gibt die Welt der Ideen und die Welt der Erscheinungen, die miteinander in Beziehung zu bringen sind.
Politisch trennt man Erste, Zweite, Dritte und sogar Vierte Welt, man unterscheidet die westliche von der islamischen Welt, in der Märchenwelt heißen sie Okzident und Orient.
Wir haben eine Sicht auf die Welt, eine Weltanschauung, ein Weltbild. Wir sind weltoffen oder weltfremd.
Es gibt eine reale Welt und eine Fantasiewelt, eine Welt der Gedanken, eine Scheinwelt, eine Parallelwelt und eine virtuelle Welt.
Eine Film- und Fernsehwelt.
Eine Modewelt.
Eine Kunstwelt und die Welt der Künstler, die nicht von dieser Welt sind.
Eine Welt des Sports mit Weltranglisten, Weltmeisterschaften und Weltrekorden.
Eine Welt des Fußballs. Eine Welt der ersten Wahl und eine Welt der Ersatzspieler. Die heile Welt der Mannschaft nach einem Tor. Und dem Torwart, der gehalten hat, liegt die Welt zu Füßen.
Der Ring des Boxers als eine Welt, in der man sich durchschlägt, bestenfalls mit einem blauen Auge davonkommt, wenn man nicht k.o. ist. Wer gewinnt, gehört zur Welt der Reichen – nicht unbedingt der Schönen.
Und wer kennt schon die Welt des Superschwergewichtsweltmeisters „Butterbean“?
Eine Welt der Sieger und eine Welt der Verlierer.

Es gibt auch die Welt der gewöhnlichen Leute.
Die Welt von Kurt und Katrin.
Die Welt der Jogginganzugträger.
Die Welt der Ordnungshüter.
Die Welt der Menschen auf der Georg-Schumann-Straße. Die Welt der Wartenden. Die Welt der Vorübergehenden. Da ziehen Welten aneinander vorbei.
Die Welt der Arbeitslosen.
Und die Einkaufswelt der Leute mit Beuteln in der Hand. Der Beutelinhalt als eine Welt für sich …
Schließlich die Welt der Teebeutel im Supermarktregal: Früchte- oder Kräutertee? An solchen Fragen sollen schon Beziehungswelten zerbrochen sein …

Mitten aus dem Leben gegriffen sind die Gestalten von Ivonne Klauß: Der Blick der Künstlerin aus dem Fenster, auf die Straße, ins Museum und immer wieder ins Sportstadion eröffnet ihr Einsichten in das Wesen menschlicher Haltung: Körperhaltung. Die Art, wie jemand steht. Die Art, wie jemand geht. Die Art, wie sich jemand bewegt – als Ausdruck innerer Haltung. Geisteshaltung.
Es geht immer um den Einzelnen, um das Individuum. Selbst wenn Figuren zur Gruppe gefasst werden, wenn sie vom gleichen Raum umgeben sind, steht doch jede Person für sich – in ihrer eigenen Welt: durch die Bildhauerin im scheinbar unbeobachteten Moment in authentischer Pose erfasst.

Vielleicht erkennen Sie ja den einen oder die andere …
 

 

Susanne Ulbrich

GALERIE KONTRAPOST
Stallbaumstr. 14a
04155 Leipzig
Tel: (0341) 5503290
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"Sechzehntel, changierend"

(Farbholzschnitt)

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

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