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Galerie Kontrapost

Skulpturen | Plastiken | Objekte

 


 

Reinhard Voss

 

Reinhard Voss   
"Primary Care", 2011, Holz, Acryl   
Reinhard Voss      
"Titelträger", 2011, Holz, Acryl  
Reinhard Voss  
"The Raven", 2010, Holz, Acryl  


Vita
 

 

                        

geboren in Rendsburg/Schleswig-Holstein

1979-1982      

Werkkunstschule Flensburg

1986-1990  

Fachhochschule Ottersberg/Bremen, Studium der Kunsttherapie

1993-1998 

Studium der Bildhauerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe in den Klassen Prof. Hiromi Akiyama und Prof. Stephan Balkenhol

1999 

Meisterschüler 

2000

Landesgraduiertenstipendium Baden-Württemberg

 

Ausstellungen

 

2000                 

Ateliereinblicke 2000 - Unterhalb der Außenhaut, EnBW AG, Karlsruhe

Brötzinger Art e.V., Verein für künstlerische Auseinandersetzung, Pforzheim

release & Kunst, Stuttgart

2001

double feature - double bind, Projektraum e.V., Berlin

Jahresausstellung Künstlerbund BW, Städtische Galerie Karlsruhe

Portraitmilieu, Hotel Miramar, Sylt

2002

Anfall, Badischer Kunstverein, Karlsruhe

2003

Hautsichten, Produzenten AG SüdWestDeutschland, Edesheim

2005

Beistand, Kulturkreis Sulzfeld

Kunstpreis Stadt Walldorf, Skulpturenprojekt

2006

EXOGAM, Elaboratorium, Karlsruhe

nord-art, Schleswig-Holstein

Intershop IV, Halle/Saale

2007

Galerie Muelder Bruns, Heidelberg

Blind gekommen, Galerie Heimspiel, Frankfurt

Ooh Margarethe II, UND#2, Karlsruhe

Kunstflüge, Banegaarden, DK - Aabenraa

2008

Städtische Galerie Villa Streccius, Landau

Galerie Eulenspiegel, Basel

Kulturverein Provisorium, Nürtingen

interberlin, UND #3, Karlsruhe

2009

Galerie Quai Est, Ivry-sur-Seine, Paris

Art Karlsruhe, Galerie Eulenspiegel

2010

ZKM - Kunst im Hallenbau, Karlsruhe

Galerie Radicke, Bonn

Ostasiatische Gesellschaft, Tokyo

Chic Art Fair, Galerie Quai Est, Paris

Manifestamaastricht, NL - Maastricht

Art Karlsruhe, One-Artist-Show

Zeitsprung, Stadtmuseum Hüfingen

 

 „Subjekte“ als Titel dieser Ausstellung, als umfassende Bezeichnung seiner Werke.
Da denkt man zunächst an Deutschunterricht: Subjekt – Prädikat - Objekt.
Das Subjekt als Satzgegenstand, immer im Nominativ, den die meisten gerade noch so beherrschen und trotzdem nicht immer erkennen …
Das Subjekt als substanzieller Träger von Zuständen, Wirkungen und Eigenschaften.
Das Subjekt als denkendes, fühlendes und wollendes „Ich“.
Als aktive Einheit im Bewusstsein.
Als Gegenüber des Objekts, auf das sein Denken und Handeln ausgerichtet ist.
Das Subjekt-Objekt-Problem als zentrales Problem der Erkenntnistheorie hinsichtlich der Frage, ob und in welchem Maß das erkennende Subjekt aktiv das zu erkennende Objekt beeinflusst – Sie können das beim Betrachten der Werke gern ausprobieren …!
Subjekte werden zu Objekten und umgekehrt.
Die Subjekte des Künstlers als Objekte der Anschauung: aus alten Möbelstücken, aus Sperrmüllholz geschaffen, das Reinhard Voss sammelt, lagert, nach jeweils geeigneten Beschaffenheiten und Strukturen untersucht und auswählt; das er neu arrangiert, verleimt – wobei er vorhersehbare Verläufe der Maserungen oft durch eingefügte Schrägstreifen unterbricht oder gleich durch Aneinanderreihung von Quadraten oder Winkelstücken neu formiert; das er formt – minimal konvex und konkav –, das er mit Tusche grundiert oder mit Acrylfarbe „tätowiert“, die dann mit einem Sandstrahl wieder abgetragen werden – mal mehr, mal weniger, so dass Schatten stehen bleiben und eine Nase erkennen lassen oder einen Mund, ein Auge, einen Haaransatz.
Gesichter bilden sich heraus, äußerst verhalten, meist in sich ruhend, ohne theatralische Mimik. Individuen mit jeweils eigener Physiognomie und eigenem Gestus – und doch allgemeingültig. Nicht als Porträt einer konkreten Person, eher als Porträt von Zuständen.
Köpfe – manchmal verlängert zu Büsten – mit eigenem Charakter, eigenen Mustern, die als Struktur im Holz oder in Gestalt von farbigen, am Computer entworfenen Vektorgrafiken das Material durchdringen und jedem Gesicht seinen spezifischen Ausdruck verleihen, eine eigene Identität geben.
Mit Augen, die kaum fassbar, eher zu erahnen sind.
Sie sehen uns an oder an uns vorbei, sehen weit in die Ferne oder sehen nichts: der „Seher“, der Blinde, „Mauerbauer“ und Quadratkopf, „Preisträger“ und „Titelträger“. Manche rufen Assoziationen hervor mit Orten, Namen, Ereignissen, eröffnen ein weites Feld in der Vorstellung des Betrachters mit Titeln wie „rester en ligne“, „Primary Care“, „Second Life“, „Lampedusa“ oder „Fukushima“.
Das Leben in seiner Vielfalt, mit all seinen Wegen und Umwegen, Höhen und Tiefen, mit Verletzungen und Narben, die bleiben – reduziert auf den menschlichen Kopf – die Schaltzentrale, das Haupt und manchmal Oberhaupt.
Als Einheit von Natur und Technik, Skulptur und Bild, Raum und Fläche, Monochromie und Polychromie, Farbe und Form.
Als Landschaft, die es zu ergründen gilt.
Mit Oberflächen, die Geschichten erzählen.
Funktionale Möbelobjekte – verwandelt in Persönlichkeiten, in denen der Betrachter nach Bekanntem sucht und Verborgenes entdeckt.
Ganz subjektiv …

Susanne Ulbrich

 

GALERIE KONTRAPOST
Stallbaumstr. 14a
04155 Leipzig
Tel: (0341) 5503290
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Aktuelle Ausstellung:

SOMMERPAUSE!!!

 

Nächste Ausstellung:

CHRISTOPH SANDIG

"Lichteinfall" (Fotografie)

24.08.-30.09.2016

Vernissage: 24.08.16, 20 Uhr

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

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