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Galerie Kontrapost

Skulpturen | Plastiken | Objekte

 Hans Hoepfner

 

Hans Hoepfner   
"look at me", 2012, Stahl lackiert, 20 x 56 x 80 cm  
Hoepfner, Hans   
"Ammonit", 2007, Stahl, 25 x 48 x 36 cm   
Hoepfner, Hans   
o.T., 2012, Stahl, Lack, 22 x 62 x 41 cm   
Hoepfner, Hans   
"Turning", 2007, Stahl, 28 x 63 x 28 cm   
Hoepfner, Hans   
o.T., 2012, Stahl, Lack, 53 x 58 x 35 cm   

 

Vita

1963 

geboren in Leipzig

1990- 92

Studium an der Hochschule für Kunst und Design Halle - Burg Giebichenstein im Fachbereich Bildhauerei / Metall bei Prof. Irmtraud Ohme

1992-95

Studium der Bildhauerei an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee bei Prof. Baldur Schönfelder und an der Hochschule der Künste Berlin bei Prof. David Evison

1995

Diplom

1995-96                           

Meisterschüler bei Prof. Baldur Schönfelder 

Projektarbeiten / Kunst am Bau

1994                      

"Warum gerade ich", Kunst statt Werbung, Galerie im U-Bahnhof Alexanderplatz, Berlin

1997

Symposium "Stein / Stahl", Künstlerhaus Strodehne

1999

Symposium "Stadtraum", Bildhauerwerkstatt Berlin (Leitung: Prof. Inge Mahn)

2003

Workshop VORORTOST, Leipzig (mit Ulf Puder)

2008

Kunst am Bau-Wettbewerb: Neubau einer Sporthalle des Schadow-Gymnasiums in Berlin-Zehlendorf, Realisierung 2009

 

Ausstellungen / Ausstellungsbeteiligungen

1995 

"Hauptsache Kunst", Galerie im Berliner Parlament

1996 

"Objekt - Zeichen - Landschaft", Galerie im Schloss Altranft  

1997 

"Einwurf - Diplomanden und Meisterschüler der Kunsthochschule Berlin-Weißensee", Brecht-Haus, Berlin 

1998 

Galerie Bernau (mit Michael Winkler) 

2000 

"Äußere Angelegenheiten", Constanze-Pressehaus, Berlin  

2005 

Galerie Pohl, Berlin (mit Martin Enderlein)
"Köpfe II", Galerie Bernau
"Abstraktion & Konstruktion", Galerie Pohl, Berlin  

2007 

"Philipp Schack - Das dritte Gesicht. Freunde erinnern an den Maler Philipp Schack", Galerie parterre, Berlin 

2008 

Galerie im Turm (mit Martin Enderlein)

2009

"Prof. Baldur Schönfelder und Absolventen der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, Galerie parterre, Berlin
"Art.is - Kunst im Spreeport", ver.di-Haus, Berlin  

2010 

"A Gathering of the Tribes. Ehemalige Studierende der Klasse Evison", Universität der Künste Berlin 

2011 

Teilnahme Kunst am Bau-Wettbewerb, Naturkundemuseum Berlin
Galerie Ruhnke, Potsdam (mit Michael Arantes Müller)  

2012                   

"Zwischenspiel", Galerie parterre, Berlin
"Herberge 2012", Ruine der Franziskaner-Klosterkirche, Berlin-Mitte  

 

„Look at me“ ruft das Objekt auf der Einladungskarte. Als ob das leuchtende Gelb zu ignorieren wäre! Vielleicht als Bitte um Aufmerksamkeit für dieses Werk, das man in seiner fast nahtlosen Erscheinung, in seiner Perfektion als gegeben, zumindest als maschinell erzeugt hinnehmen könnte. Erst der zweite, detaillierte Blick lässt Spuren handwerklicher Tätigkeit erkennen: Spuren des Schneidens, Biegens, Schweißens, Schleifens oder minimale Differenzierungen der Oberfläche. Ausgangsform ist nur eine Platte – aus einem Material, das sich durch seine Härte jeder Bearbeitung widersetzt: Stahl.
Das ist unlegiertes oder mit verschiedensten Elementen versehenes Eisen mit einem Kohlenstoffgehalt bis zu 2%, hergestellt seit 3000 Jahren, veränderbar in seinen Eigenschaften durch Legieren, Walzen, Ziehen, Glühen, Vergüten. Und wie der Stahl gehärtet wurde, wissen wir von Pawel Kortschagin aus dem DDR-Deutsch-Unterricht ...
2500 Stahlsorten für Tragkonstruktionen des Ingenieurbaus, für Brücken, Kräne, Bohr- und Funktürme. Chicagos erste Wolkenkratzer halten durch Stahlbewehrung, Soldaten tragen Stahlhelme. Es gibt Stahlflaschen zur Beförderung von hoch verdichteten Gasen und Stahlrohrmöbel für modernes Wohnen, Stahlwolle zum Polieren, Messer aus Stahl, Konservendosen – und den Eiffelturm, 1889 zur Weltausstellung in Paris als Monument des technischen Fortschritts errichtet. Die Stahlindustrie: lange Zeit Grundlage für die politische Macht eines Staates.

Stahlplastik – oder Metallplastik – als relativ junge Kunst, als ein Gebiet der modernen und zeitgenössischen Kunst, obwohl die Kunst, Metall zu bearbeiten, bis in die Antike zurückverfolgt werden kann. Als raumgreifende und raumbildende Kunst an Stelle der Körperformung durch plastische Massen innerhalb der traditionellen Bronzekunst.
Während in der westlichen Welt Bildhauer wie Ansgar Nierhoff, Claes Oldenburg oder Richard Serra mit großformatigen Konstruktionen für Aufsehen sorgen, etabliert sich im Osten Deutschlands mit der Klasse von Prof. Karl Müller und später Prof. Irmtraud Ohme an der Kunsthochschule Halle –Burg Giebichenstein ein Zentrum der Metallkunst, unbeeinflusst vom Sozialistischen Realismus, aber in seiner Entwicklung wohl forciert durch die sozialistische Mangelwirtschaft, in der Kupfer und Messing für Bronzegüsse nur wenigen auserwählten Künstlern zur Verfügung stehen.

Hans Hoepfner, 1963 in Leipzig geboren, beginnt seine künstlerische Ausbildung 1990 mit dem Studium an der Hochschule für Kunst und Design Halle – Burg Giebichenstein bei Prof. Irmtraud Ohme, das er ab 1992 an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee bei Prof. Baldur Schönfelder und an der Hochschule der Künste Berlin bei Prof. David Evison fortsetzt. Nach dem Diplom 1995 ist er Meisterschüler bei Prof. Baldur Schönfelder. 
Seit 1996 formt er Metall als freischaffender Künstler in Berlin. Er präsentiert seine Werke regelmäßig auf Ausstellungen, ist beteiligt an Projekten und an Ausführungen im Bereich Kunst am Bau. 2008 schafft er die Plastiken und das Bühnenbild für „Kafkas Verwandlung“, eine Produktion des Leipziger Tanztheaters.

Für seine Arbeiten benutzt er Baustahl in Form von Blech. Die Reduktion auf ein einziges Material, das keine geschichtlichen Bezüge wie die anfangs von ihm verwendeten verschiedenartigen Fundstücke herstellt, dient der homogenen Gestaltbildung seiner Kompositionen.
Was wir zuerst wahrnehmen, ist klare, strenge Form, gegeben durch Maß und Proportion, das „gute“ Verhältnis der Seiten zueinander. Definiert durch den Wechsel von Linie und Fläche, rhythmische Aneinanderreihung von akkurat gebogenen Rundungen und scharf geschnittenen Kanten, von konkaven und konvexen Kurven, von Höhen und Tiefen, im ständigen Nebeneinander von Innen und Außen, die sich jedoch nicht vollständig zu einem jeweils geschlossenen Raum fügen. Außen kann auch Innen sein. Auch Anfang und Ende sind offen. Die Formen als Fragmente, herausgelöst aus einem Großen und Ganzen. 
Die Frage nach dem Davor, dem Danach und Wohin. 
Hans Hoepfner vertraut der Fähigkeit des Betrachters, die vom Künstler vorgegebene dynamische Bewegung in der Phantasie fortzusetzen – bis zur Unendlichkeit. Präzise, wie von einer Maschine angetrieben, rattern die Sequenzen am inneren Auge vorbei, Assoziationen mit technischen bzw. industriellen Gegenständen hervorrufend, die aber mit der gleichzeitigen Vorstellung organischer Gebilde – vielleicht eines Insekts, eines Wirbelknochens – kollidieren. Der Punkt, an dem die Sache kippt, an dem die Dinge eine andere Richtung einschlagen, ist nicht immer eindeutig zu benennen. 
Im Spannungsfeld zwischen Technik und Natur, in ihrem ambivalenten Dasein als – z.B. – mechanisch betriebene Kurbel und dahinfließender Mäanderstrom, erschließen diese Objekte ihren Raum, stellen sie sich selbst in Frage – oder unsere sicher geglaubte Interpretation der Kunst, des Lebens, der Welt ...

 

Susanne Ulbrich 

GALERIE KONTRAPOST
Stallbaumstr. 14a
04155 Leipzig
Tel: (0341) 5503290
E-Mail

Aktuelle Ausstellung:

CHRISTOPH SANDIG

"Lichteinfall" (Fotografie)

24.08.-30.09.2016

Vernissage: 24.08.16, 20 Uhr

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

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