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Galerie Kontrapost

Skulpturen | Plastiken | Objekte

 Axel Anklam

Axel Anklam   

"mount rough", 2010, Edelstahl. Fiberglas, 60 x 20 x 30 cm,

Foto: Stephan Klonk

 

 
Axel Anklam   

Blick in dei Ausstellung 

 
   

Axel Anklam

 

 

"tripp orange", 2013/14, Edelstahl, GFK, 58 x 17 x 27 cm 

 

 

 

Axel Anklam 

 

"Flug", 2006, Fiberglas, Edelstahl, 130 x 85 x 110 cm 

 

 

Vita

1971 

geboren in Wriezen 

1987-1990 

Ausbildung zum Kunstschmied, 1993 Meistertitel 

1998-2004

2001

2003 

Studium an der HfKD Burg Giebichenstein Halle, ab 2002 UdK Berlin 

Ankaufspreis im Rahmen der skulptur aktuell IV, Bielefeld

Hauptpreis im Skulpturenwettbewerb Die neue Berolina, Berlin

2006 

2006

2006

2006

2008

2009

Meisterschüler UdK Berlin

Coburger Glaspreis

Förderpreis Junge Kunst, Saarbrücken

Meisterschülerpreis des Präsidenten der UdK, Berlin

1. Schwerter-Profile-Stahlkunst-Award, Schwerte

Stipendium Herrenhaus Edenkoben

2010 

Gastprofessur für Bildhauerei, ABK Stuttgart 

9. Ernst-Rietschel-Kunstpreis für Bildhauerei, Pulsnitz

Gerlinde-Beck-Kunstpreis für Skulptur

 

 

 

Ausstellungen (Auswahl)

2005 

Galerie Rothamel, Frankfurt am Main 

2006 

Brunnensex, Berlin

Galerie Gerken, Berlin

Galerie Rothamel, Erfurt

Coburger Glaspreis, Museum für Modernes Glas, Coburg 

Förderpreis Junge Kunst, Pfalzgalerie Kaiserslautern

2007 

Galerie Rothamel, Frankfurt am Main

Die Macht des Dinglichen. Skulptur heute!, Georg-Kolbe-Museum, Berlin

Salzmond, Kunstraum Klosterkirche, Traunstein

2008 

leuchten und strahlen, Kunstverein Wilhelmshöhe, Ettlingen

Nach den Maschinen, Kleine Orangerie, Schloss Charlottenburg, Berlin 

Parcours, schultz contemporary, Berlin

Zeitblick. Ankäufe Zeitgenössischer Kunst der BRD 1998 - 2008, Martin-Gropius-Bau, Berlin

2009 

Parcours, arte TV Straßburg

TOUR, Städtische Galerie Offenburg 

territory, Herrenhaus Edenkoben

Parcours, Angermuseum Erfurt

23. Sculpture Bienale, Ube, Japan

Neun Arten von Gelände, Tape Modern, Berlin

2010 

Axel Anklam, Ernst-Rietschel-Museum, Pulsnitz 

Primal Landscapes, Galerie Rothamel, Frankfurt am Main

Wahlverwandtschaften 2, Neues Museum, Klassik Stiftung Weimar

Generationen, Kunsthalle Brennabor, Brandenburg

2011 

Land, Galerie Burg Klempenow 

Luxplus, t27/Kunstverein Neukölln, Berlin

Abstract confusion, b-05, Montabaur / Kunstverein Ulm

Berlin Klondyke 2011, The Odd Gallery / Klondyke Institute of Art & Culture, Dawson City

2012 

in ei raisan, Galerie Borchard, Hamburg 

Axel Anklam, Gehag Forum, Berlin

Abstract confusion, Neue Galerie Glattbeck / Kunsthalle Efurt

Edge of Abstraction No. 1, Kunsthalle Frisch, Berlin

Edge of Abstraction No. 2, Kunsthalle Frisch, Berlin

Berlin Klondyke 2012, The Odd Gallery / Klondyke Institute of Art & Culture, Dawson City

2013 

Deutsche Werkstätten, Dresden-Hellerau

Masseneffekte, Altes Straßenbahndepot, Kunstsammlung Jena

Japanisch-Deutsches Zentrum, Berlin 

Guardini-Stiftung Berlin

Colors, Galerie Robert Drees, Hannover

A/Z (mit Filip Zorzor, Knut Osper, Köln

Personal Structures, 55.th International Art Exhibition / La Biennale di Venezia, Palazzo Bembo, Venedig

Rietschelpreisträger 1991 - 2013, Ostsächsische Kunsthalle, Pulsnitz

Berlin-Klondyke, Alte Baumwollspinnerei, Leipzig

 

 

 

Werke in öffentlichen Sammlungen

Neues Museum, Klassik-Stiftung Weimar

Sammlung Zeitgenössischer Kunst der Bundesrepublik Deutschland

Europäisches Patentamt, München

Botanischer Garten Saraburi, Bangkok, Thailand

Sennestadtverein e.V., Bielefeld

 

Ich begrüße Sie zur neuen Ausstellung, zur ersten Ausstellung des Künstlers Axel Anklam in dieser Galerie! Ich freue mich, dass er sich darauf eingelassen hat, auch wenn die Räume, in denen er sonst seine Arbeiten präsentiert, größer und: sehr viel weiter sind ....
Axel Anklam, 1971 im brandenburgischen Wriezen geboren, absolviert zunächst eine Lehre als Kunstschmied in Berlin, die er 1993 mit der Qualifizierung zum Meister vollendet. Er lebt von freien Gestaltungs- und Restaurierungsaufträgen und arbeitet ab 1996 als Restaurator für die „Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg“ im Schloss Sanssouci. In der Auseinandersetzung mit Geschichte verfolgt er alte Spuren und fügt Verlorengegangenes durch Nachbildungen wieder hinzu. Der Aufenthalt 1997 in Venedig – ermöglicht durch ein Stipendium des Europäischen Zentrums für Denkmalpflege – führt ihn zur Erkenntnis, in seinem Aufgabengebiet an die eigenen Grenzen gestoßen zu sein und somit zum Entschluss, das „Konservieren“ zu beenden, dafür selbst Kunstwerke zu schaffen. Er beginnt 1998 ein Studium im Fachbereich Metallplastik bei Prof. Irmtraud Ohme an der Hochschule für Kunst und Design Halle-Burg Giebichenstein, wechselt 2002 an die Universität der Künste Berlin und erlangt 2006 den Abschluss als Meisterschüler bei Tony Cragg.
Seit dieser Zeit stellt oder hängt er seine Werke in die Räume von Museen, Kunsthallen, Galerien, Orangerien, Palästen und Straßenbahndepots, darunter Orte wie Georg-Kolbe-Museum, Martin-Gropius-Bau, Angermuseum Erfurt, Neues Museum Weimar, Japanisch-Deutsches Zentrum Berlin, Klondyke Institute of Art & Culture Dawson City / Kanada oder der Palazzo Bembo zur 55. Biennale von Venedig. Außerdem sorgt er für Aufsehen durch Auszeichnungen mit Preisen wie dem Hauptpreis im Skulpturenwettbewerb Die neue Berolina (2003), dem Förderpreis Junge Kunst, Saarbrücken und dem Meisterschülerpreis des Präsidenten der Universität der Künste, Berlin (2006), dem 1. Schwerter-Profile-Stahlkunst-Award, Schwerte (2008) und dem Ernst-Rietschel-Kunstpreis für Bildhauerei, Pulsnitz (2010).

„Weiter“ als Titel dieser Ausstellung. Etwas ungewöhnlich als Überschrift, dieses Wort: eigentlich ein adverbialer Komparativ von „weit“. Schon dass Aussprechen erfordert ein zunehmendes Öffnen des Mundes. Es bezeichnet die Fortsetzung einer Bewegung oder Handlung ebenso wie eine Ausdehnung im räumlichen Kontext und kann außerdem auf eine Sache verweisen, die sonst noch stattfindet. Wir denken an weitermachen, halt – nicht weiter!, weiterarbeiten, weiterzahlen, und so weiter; erweitern, das weite Meer, die Prärie, wo der Horizont weiter ist, höher – schneller – weiter, und die Hose wird weiter, wenn man den Gürtel enger schnallt; wenn es weiter nichts ist ...
„Weiter“ als Hinweis darauf, dass alles Wahrgenommene nur ein Ausschnitt ist, ein Bruchstück, ein Teil vom Ganzen: die Augen, in die wir blicken, zeigen nicht die gesamte Person, die Straße, deren Ende wir nicht sehen, das Universum sowieso ... Hinterm Horizont geht’s weiter.

Die Werke Axel Anklams erweitern unseren Wahrnehmungshorizont. Sie stellen einen eigenen Kosmos dar. Nach Aussage des Künstlers zwar initiiert durch „ein Gefühl, eine Landschaft oder die Musik“, sind sie doch keine realistische Wiedergabe dieser Vorlagen, auch wenn Werktitel wie „Landschaft“, „Berg“, oder „Gipfel“ zunächst konkrete Vorstellungen erzeugen. Aber wie konkret sind eine Landschaft, ein Berg, ein Gipfel – selbst wenn man sie noch etwas genauer bezeichnen würde? Ständig den Einflüssen von Wind und Wetter, Natur, Mensch oder höheren Gewalten unterworfen, existieren sie als permanente Veränderung einer Form, ergeben sie ein Bild außerdem in Abhängigkeit von Perspektive, Abstand und Licht.

Was wir zuerst sehen, sind transparente, fast weiße, manchmal farbige Objekte, die scheinbar schwerelos schwebend eine eigene Welt eröffnen. Ihr Ursprung ist ein Weg durch eine Landschaft, durch einen Tag – vielleicht auch durch einen Lebensabschnitt –, mit den Füßen gelaufen, mit allen Sinnen wahrgenommen, später in Gedanken wiederholt, als Linie auf Papier gebracht und dann mit Edelstahl in den Raum gezeichnet. Filigrane Linien, deren Kurven, Windungen, Winkel und Überschneidungen eine Struktur vorgeben für Körper, die durch das Bespannen dieses Gerüsts mit lichtdurchlässigen Membranen aus industriell gefertigtem Material wie Epoxidharz oder Latex entstehen: Figuren mit Volumen, mal mehr ausladend, mal weniger, mit Höhen und Tiefen, Vorsprüngen, Erhebungen und Überlagerungen, mit Durchbrüchen, die Einblicke gewähren in Hohlräume oder Ausblicke auf den umgebenden Raum, der sich nur als Ausschnitt präsentiert – dabei veränderbar in Relation zum Standort des Betrachters.

Ein faszinierendes Wechselspiel von Konturen, Formen, Farben, Licht, Schatten und Reflexionen, das als autarke Landschaft wahrgenommen werden kann, wenn man sich darauf einlässt. In unserer zweidimensional geprägten Welt, in der alles gern und schnell von einem Standpunkt aus erfasst wird, kann das eine Herausforderung sein.

Susanne Ulbrich
 

GALERIE KONTRAPOST
Stallbaumstr. 14a
04155 Leipzig
Tel: (0341) 5503290
E-Mail

Aktuelle Ausstellung:

CHRISTOPH SANDIG

"Lichteinfall" (Fotografie)

24.08.-30.09.2016

Vernissage: 24.08.16, 20 Uhr

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

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